L.E. Volleys sichern sich 3 weitere Punkte
Vergangenen Samstag empfingen die 1. Herren der L.E. Volleys in der Brüderhalle die Friedrichshafener Volley YoungStars zum Rückspiel in der 2. Bundesliga Süd.
Traumstart mit jungem Debütanten
Der Auftakt gehörte ganz klar den Hausherren. Besonders erfreulich aus Leipziger Sicht: Jugendspieler Julius Weckebrod stand in der Startaufstellung und feierte damit sein Bundesliga-Debüt. Eine mutige Entscheidung, die sich auszahlen sollte.
Friedrichshafen hatte zu Beginn sichtbar mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Netzberührungen und Overpass-Annahmen auf Seiten der Gäste ermöglichten Leipzig früh eine komfortable Führung – und das zunächst ohne großes eigenes Zutun. Dennoch präsentierten sich die Häfler in der Feldabwehr phasenweise stark, verhinderten einige klare Punktgewinne.
Doch Leipzig blieb konstant in Front. Julius Roscher lenkte mit variablen und präzisen Zuspielen das Spiel seiner Mannschaft und verlieh den Volleys die nötige Stabilität. Mit zunehmender Sicherheit wuchs der Vorsprung kontinuierlich an, ehe der Satz deutlich mit 25:14 an die Gastgeber ging.
Friedrichshafen schlägt zurück
Personell unverändert ging es in Durchgang zwei, doch das Spielgeschehen drehte sich komplett. Friedrichshafen fand nun deutlich besser ins Spiel und stellte vor allem mit einem starken Block gegen Yannick Siebeck die Leipziger Angreifer immer wieder vor Probleme.
Den L.E. Volleys gelang es nicht mehr, die Bälle im gegnerischen Feld unterzubringen. Friedrichshafen übernahm erstmals die Führung und erhöhte insbesondere durch Kylian Wenke im Aufschlag den Druck massiv. Annahmefehler häuften sich auf Leipziger Seite, während die Gäste über die Mitte das Tempo weiter anzogen.
Zum entscheidenden Faktor wurde eine beeindruckende Aufschlagserie von Kylian Wenke. Seine Services leiteten die Wende endgültig ein – selbst eine Auszeit von Leipzigs Trainer Pretscheck konnte den Lauf nicht stoppen. Der Zuspieler der YoungStars setzte ein Ass nach dem anderen, Leipzig bekam keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Auch personelle Wechsel brachten keine Stabilität zurück. Nach insgesamt neun druckvollen Aufschlägen landete schließlich einer im Netz – da fehlte beim Stand von 15:21 aus Leipziger Sicht allerdings nicht mehr viel und der Satz ging mit 15:25 hochverdient an die Jungs vom Bodensee.
Leipzig antwortet souverän
Nach der zehnminütigen Pause zeigte sich die Mannschaft von Trainer Pretscheck wieder erholt und deutlich wacher. Zwar blieb die Annahme weiterhin ausbaufähig, doch insgesamt fand Leipzig besser ins Spiel als noch im zweiten Durchgang.
Für eine Wiederholung des dominanten ersten Satzes reichte es zwar nicht, dennoch erspielten sich die Volleys nach und nach eine Führung. Beim Stand von 11:6 aus Leipziger Sicht sah sich Friedrichshafen zur Auszeit gezwungen. Doch der alte Spruch bewahrheitete sich: Nach der Auszeit ist vor der Auszeit. Der Leipziger Vorsprung schmolz, beim 13:12 musste nun auch Pretscheck taktisch eingreifen.
Die Maßnahme zeigte Wirkung. Leipzig stabilisierte sich, baute den Vorsprung erneut aus und zwang Friedrichshafen sechs Ballwechsel später beim 18:13 zur zweiten Auszeit. Ein Doppelwechsel auf Seiten der Gäste brachte nur kurzzeitig neue Impulse. Die Leipziger Angriffe fanden immer wieder ihr Ziel, und nach einem Blockaus entschieden die Hausherren den Satz mit 25:18 für sich.
Nervenstärke in der Crunchtime
Der vierte Durchgang begann aus Leipziger Sicht dankbar: Abschuss, Blockaus und ein Tippfehler der Gäste sorgten für die ersten drei Punkte. Anschließend entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch, bei dem die Punkte auf beiden Seiten eher unspektakulär „hin und her tröpfelten“.
Beim Stand von 11:9 kam es zu einer hitzigen Szene auf Seiten der Friedrichshafener. Sie reklamierten einen vermeintlichen Tusch auf Leipziger Seite – der lautstarke Protest wurde mit einer gelben Karte quittiert. Das Spiel beruhigte sich wieder, beim 15:14 reagierte Leipzig mit einem Doppelwechsel: Johannes Deutloff und Jannik Koßmann sollten frische Energie bringen. Prompt bekamen die Zuschauer einen längeren Ballwechsel zu sehen, den Leipzig für sich entschied.
Trotz der positiven Impulse – und obwohl mit Koßmann die „Sonne der guten Laune“ das Feld betrat – gelang es Leipzig nicht, sich entscheidend abzusetzen. Friedrichshafen blieb stets in Schlagdistanz.
In der Crunchtime übernahm dann Maxim Künitz Verantwortung. Mit kraftvollen Angriffen setzte er ein klares Zeichen und ließ den YoungStarts kaum eine Chance in der Abwehr. Punkt für Punkt führte er sein Team dem Sieg entgegen. Mit 25:22 entschieden die L.E. Volleys schließlich auch Satz vier für sich und rundeten den 3:1-Erfolg ab.
Nach 86 zum Teil intensiven Minuten stand ein verdienter 3:1-Heimsieg für die Leipziger fest. Wie schon im Hinspiel sicherten sich die L.E. Volleys drei wertvolle Punkte gegen die YoungStars vom Bodensee und positionieren sich weiterhin auf Tabellenplatz 7.
Auf Seiten Friedrichshafens wurde Kylian Wenke absolut verdient zum MVP gekürt – insbesondere seine Aufschlagserie im zweiten Satz setzte die Leipziger massiv unter Druck. Bei den L.E. Volleys ging die Auszeichnung an Kapitän und Libero Rene Menzel, der damit das erste Mal Gold in dieser Saison holen konnte.
Auch der Gewinner des Tipp-Spiels von MySportClubs konnte sich wieder über eine von beiden MVP unterschriebene Magnum Falsche Wackerbarth Sekt sowie einen 150€ MediaMarkt-Gutschein freuen.
Beitrags- und Titelfoto: @miri.trx
zurück zur Hauptseite