VBL veröffentlicht Spielplan 20/21

VBL veröffentlicht Spielplan 20/21

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Am gestrigen Dienstag hat die Volleyball Bundesliga den Spielplan für die neue Saison veröffentlicht. Die erste Männermannschaft der L.E. Volleys startet am 12. September auswärts in Karlsruhe. Darauf folgen 3 weitere Auswärtsspiele, bevor dann zum ersten Heimspiel am 17. Oktober schon der DERBY-Kracher gegen Delitzsch stattfindet. (Hoffentlich mit euch Fans!) Den kompletten Spielplan gibts hier: https://bit.ly/3ijBQxG

Die Heimspiele in der Brüderhalle:

  • 17.10.20 19Uhr GSVE Delitzsch
  • 24.10.20 19Uhr Blue Volleys Gotha
  • 07.11.20 19Uhr TSV Mimmenhausen
  • 14.11.20 19Uhr TSV Mühldorf
  • 12.12.20 19Uhr Volley Youngsters Friedrichshafen
  • 13.12.20 15Uhr SV Schwaig
  • 19.12.20 19Uhr Baden Volleys Karlsruhe
  • 16.01.21 19Uhr TV Bliesen
  • 23.01.21 19Uhr TuS Kriftel
  • 30.01.21 19Uhr TSV Grafing
  • 13.03.21 19Uhr FT1844 Freiburg
  • 20.03.21 19Uhr TV/ DJK Hammelburg
  • 10.04.21 19Uhr TGM Mainz-Gonsenheim

 

 

L.E. Volleys verpflichten weiteren Wunschspieler

L.E. Volleys verpflichten weiteren Wunschspieler

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Jannik Kühlborn ist zurück! Der Außenangreifer, der von 2012 bis 2017 schon einmal für die Leipziger in der 2. Bundesliga aktiv war, wird in der kommenden Saison wieder für seine Heimatstadt auf Punktejagd gehen. „Ich habe in den vergangenen Wochen viele gute Gespräche mit den Leuten gehabt, die aktuell für den Verein Verantwortung tragen. Deren Konzept fand ich spannend. Ich glaube, dass sich hier einiges in die richtige Richtung bewegt und deshalb freue ich mich, den Neustart aktiv mitgestalten zu dürfen“, meint der Rechtshänder über seine Motivation, zu dem Verein zurückzukehren, den er vor drei Jahren verlassen hatte. Dabei benutzt er das Wort „Neustart“ ganz bewusst, weil er findet, dass dies aktuell sowohl auf ihn als auch „die Ausrichtung, die Struktur und die Personalien des Vereins ganz gut zutrifft.“ Es seien vor allem die Leute, auf die er sich freue - auf die vielen Enthusiasten im Umfeld der Mannschaft, die positiv Verrückten im Trainerstab, die Freunde und sportlichen Weggefährten im Team, aber auch die zahlreichen Fans und Sympathisanten der Volleys, die man in der Halle, aber eben auch beim Spaziergang durch die Innenstadt treffen kann. Wer den 27-Jährigen kennt, der weiß, dass er schon seit Jahren sein Herz an den Beachvolleyball verloren und in seiner Doppelfunktion als Vorständler und Headcoach bei den Strandathleten-BeachL e.V. ehrgeizige Pläne verfolgt. Deshalb wird der Student für Projektmanagement seinen Fokus in den nächsten Wochen zunächst auf die BeachLiga legen. Jannik, der ab Samstag dort mit seinem letztjährigen Partner Felix Glücklederer an den Start gehen und frei nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“ vor allem Spaß haben möchte, wird von den Organisatoren als „most improved Player 2019“ angekündigt. Und das nicht ohne Grund: Im vergangenen Jahr wurde er als zweitbester Blockspieler der Techniker Beach Tour ausgezeichnet und im März dieses Jahres errang er den deutschen Vizemeistertitel im Snow-Volleyball. „Es kann aber immer nur das gesamte Team sein, das eine solche Ehrung erfährt“, gibt sich der Zweimetermann bescheiden. “Ein Einzelner, mag er auch noch so gut sein, hat weder in der Halle noch im Sand oder im Schnee den Hauch einer Siegchance. Und um als Team perfekt zu funktionieren, bedarf es vieler Trainingseinheiten und zahlreicher Wettkämpfe." Die BeachLiga wird beides auf hohem Niveau bieten. Will man am Ende erfolgreich sein, muss man auch dort durch eine harte Schule gehen. Jannik Kühlborn hat sich entschieden, nach der DM im Timmendorfer Sand die härteste zu besuchen: Christoph Rascher wartet und freut sich auf seinen prominenten Neuzugang. (JZ)

🔵⚪️ TEAM-News 👉🏻Saison 20/21 ➖Rückkehrer

🔵⚪️ TEAM-News 👉🏻Saison 20/21 ➖Rückkehrer

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Nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt ist Libero Julius Karoos zu seinem alten Verein zurückgekehrt, den er nach der erfolgreichen Drittligasaison wegen seines Studiums verlassen hatte. Während er beim Volleyballspiel in der "ewigen Stadt" mit dem für ihn ungewohnten Molten-Ball seine liebe Müh und Not hatte, muss er sich nun wieder schnellstens an das Mikasa-Pendant gewöhnen. Da Julius in Italien aber nichts an seiner sportlichen Klasse eingebüßt zu haben scheint (erste Trainingseindrücke geben Anlass zu dieser Annahme), wird er diese im wahrsten Sinn des Wortes definitiv wieder zu stabilisieren wissen.

Willkommen zurück, Julius!

mit jungem Takt-geber in die neue saison

Mit jungem Takt-Geber in die neue Saison

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Seine Schwimmlehrerin hat den 7-jährigen Maximilian auf den Sport mit dem Ball und dem Netz aufmerksam gemacht. Und der ließ sich sofort vom Volleyballfieber anstecken, von jener Sportart, die ihn „mit ihrer Ästhetik und Dynamik“ noch heute begeistert, deren Teamgeist Max auch 15 Jahre später noch immer fasziniert. „Dass jeder auf dem Spielfeld das Ziel des Teams zu seinem eigenen, persönlichen Ziel macht, jeder eine Rolle in der Gruppe übertragen bekommt, die er verantwortungsvoll ausfüllt und so zum Gesamterfolg beiträgt“, das ist es, was ihm die positive, ambitionierte Energie und den Spaß am Volleyball bringt. So ist für ihn die Wahl zum wertvollsten Spieler, die in der abgelaufenen Saison beim CV Mitteldeutschland oft auf ihn fiel, auch immer eine Teamauszeichnung gewesen. Schon frühzeitig förderten verschiedene Trainer sein Talent zum Ballverteilen und entwickelten so den sich selbst als eher zurückhaltend beschreibenden jungen Mann zu einem intelligenten und mental starken Passgeber, der nach 14 Landesmeistertiteln in der Jugend schon mit 17 Jahren den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte. Seine Eltern haben dabei in all den Jahren einen großen Aufwand betrieben, um ihm seinen Lieblingssport zu ermöglichen. Dafür ist er ihnen unendlich dankbar. Nach dem Bundesligadebüt in Bitterfeld folgte Maximilian Schmidt 2017 dem Ruf der Piraten aus Spergau. Im ersten Jahr dort hätte der Wurstsalat liebende Zuspieler den größten Sprung in seiner sportlichen Entwicklung gemacht, meint er selbst und verweist auf die teilweise 10 Trainingseinheiten, die er damals pro Woche absolviert hat. Lohn dafür war der Meistertitel, den das Team in der Folgesaison noch einmal holte. Neben dem Sport absolvierte der 1,90m-Mann ein BWL-Studium in Halle. Seinen Wechsel nach Leipzig begründet er vor allem mit Veränderungen in seinem beruflichen und privaten Umfeld. So studiert er seit Oktober letzten Jahres an der Uni Leipzig Sportmanagement, um später einmal im administrativen Bereich eines Sportvereins tätig sein zu können. Am liebsten würde er aber gern Volleyball in der 1. Bundesliga spielen. Die Anlagen dafür besäße der junge Mann, ist sich nicht nur sein neuer Trainer Christoph Rascher sicher. Auch aus der 2. Bundesliga Nord hört man ähnliche Meinungen, die abgebrochene Corona-Saison beendete Max immerhin auf Platz 2 der wertvollsten Liga-Spieler. Seine unmittelbare Zukunft heißt aber erst einmal Leipzig und auf die freut sich der Spielgestalter, der übrigens seit 7 Jahren einer zweiten sportlichen Leidenschaft nachgeht. Einer, die angefangen von der Platzreife zum ersten Handicap bis hin zum Spielen unterschiedlichster Plätze nie langweilig wird und entgegen üblicher Klischees doch vieles gemein hat mit dem Volleyball. Aber das ist dann eine neue Geschichte… (JZ)

D3: Aufsteiger suchen Coach

D3: Aufsteiger suchen Coach

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Unsere dritte Damenmannschaft hat in der abgelaufenen Saison 2019/2020 den Aufstieg in die Sachsenklasse West geschafft und sucht für diese neue Herausforderung einen starken Partner bzw. Partnerin an der Seitenlinie! Interessenten können sich gern beim Verein oder direkt bei den Mädels unter levolleys3@gmail.com melden. Wir freuen uns auf dich!

Leipziger verpflichten kernigen Powerhitter

Leipziger verpflichten kernigen Powerhitter

Neuzugang Chris Warsawski

Mit Chris Warsawski haben die Leipziger für die kommende Saison nicht nur einen sportlichen Hochkaräter verpflichtet, sondern auch einen Mann der klaren Worte, der keine Furcht davor hat, Probleme deutlich anzusprechen. Schon länger hat er die Entwicklung der L.E. Volleys interessiert verfolgt, findet die in den letzten Jahren geschaffene vereinseigene Infrastruktur beachtlich und blickt voller Respekt auf das, was in der jüngsten Vergangenheit unter Federführung von Uwe Tauchnitz im Bereich der Social Media entwickelt worden ist. Dass der Verein auch in der Bundesliga auf eigene Nachwuchskräfte setzt, imponiert ihm. Sicher könne keiner mit hundertprozentiger Gewissheit sagen, ob dieses Konzept auch in der abgebrochenen Saison gegriffen hätte. Dass die Leipziger aber 2019 nach ihrem Zwangsaufenthalt in der Dritten Liga „mit den jungen Leuten den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft haben, zeigt, dass der eingeschlagene Weg perspektivisch der richtige ist“, meint der angehende Wirtschaftsingenieur. Nicht immer wäre es den Leipzigern in der Vergangenheit gelungen, ihr teilweise gutes Spielniveau über ein gesamtes Match zu halten. Um diese „Achterbahnfahrten“ künftig zu vermeiden, ist der gebürtige Merseburger bereit, sein gesamtes Können und seine große Erfahrung ins neue Team zu investieren. Dabei kann der extrovertierte 28-Jährige auf zwei Meistertitel (2017-2019) in der 2. Bundesliga Nord verweisen und darauf, dass er vor dem coronabedingten Abbruch der letzten Saison mit dem CV Mitteldeutschland drauf und dran war, den Titel-Hattrick zu schaffen. Chris Warsawski, der in der Grundschule zunächst Fußball gespielt hatte, bevor er über eine Schul-AG zu seinem jetzigen Sport fand, feierte als Jugendlicher erste Erfolge in Bad Dürrenberg und Merseburg, schnupperte in Delitzsch erstmals Bundesligaluft und entwickelte sich dann in Bitterfeld und Spergau zu einem der besten Diagonalspieler der 2. Bundesliga Nord. Vor allem sein Ehrgeiz und sein Perfektionismus halfen dem 1,96 m – Mann zu einem Spieler zu reifen, den jeder Trainer lieber in seiner Mannschaft spielen sieht, als das eigene Team auf ihn als Gegenspieler einstellen zu müssen. Seine große Variabilität als Angreifer, die hohe Qualität im Block, aber auch seine taktische Cleverness machen ihn so gefährlich. Angesprochen darauf, was den Führungsspieler außerdem noch zur Unterschrift unter den Leipziger Vertrag bewogen habe, meint er, dass er auf die Südliga gespannt sei, die er bislang nur vom Hörensagen kenne, sich auf die „geile Stimmung in der vollen Brüderhalle“ freue, die er ab sofort vom Spielfeld aus anheizen möchte, und nun endlich gemeinsam mit seinem besten Freund (Falk Köthen, d.A.) auf Punktejagd gehen dürfe. Wenn es stimmt, dass sich der Diagonalangreifer für besondere Spiele schon mal seinen Schnurrbart färbt, dann wird das mit Sicherheit nicht der einzige Farbtupfer bleiben, den der prominente Neuzugang künftig in Leipzig setzen wird. (JZ)

VBL gibt staffeleinteilung bekannt

VBL gibt Staffeleinteilung bekannt

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Gestern gab die Volleyball Bundesliga die Staffeleinteilung für die kommende Saison bekannt. Ihr dürft euch neben den zwei Ost-Derbys gegen den GSVE Delitzsch e.V. und dem VC Gotha- mit dem TV Bliesen Volleyball und dem TSV Mühldorf Volleyball auf zwei neue Mannschaften freuen. Wir freuen uns mit euch Fans auf tolle 14 Heimspiele!!!

Chef-Trainer Christoph Rascher sagte: „Es wird wieder eine herausfordernde Saison, auf die wir uns freuen können. Neben alten Bekannten und neuen Aufsteigern, bin ich gespannt, wie sich die Teams für die kommende Saison aufgestellt haben.“

Die Mitteilung der VBL:

VBL gibt Staffeleinteilungen für 2. Liga bekannt

Der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) hat die Staffeleinteilungen für die Zweitliga-Saison 2020/21 verabschiedet. Insgesamt werden in den vier Staffeln 55 Mannschaften den Spielbetrieb aufnehmen. Das sind drei Teams mehr als in der vorangegangenen Saison.

„Mit der Staffeleinteilung ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Herbst gegangen. Nun können wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für einen geregelten Saisonstart zu schaffen“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung. Durch den Vorstandsbeschluss vom 18. März 2020 gab es in der Saison 2019/20 keine sportlichen Absteiger aus der 2. Bundesliga, Drittligisten erhielten aber die Möglichkeit, Lizenzanträge für die 2. Liga zu stellen.

2. Bundesliga Süd für die Saison 2020/21:

(14 Teams + 1 Sonderspielrecht):

SV Schwaig, TGM Mainz-Gonsenheim, FT 1844 Freiburg, TV/DJK Hammelburg, TSV Grafing, TSV Unterhaching, BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe, TSV Mimmenhausen, VC Gotha, TuS Kriftel, GSVE Delitzsch, L.E. Volleys, TV Bliesen (Aufsteiger aus der Dritten Liga Süd), TV Mühldorf (Aufsteiger aus der Dritten Liga Ost), VYS Friedrichshafen (Sonderspielrecht)

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Max wird seinen Weg gehen

Max wird seinen Weg gehen

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Sein neuer Lebensmittelpunkt wird Dresden sein. Dort wartet auf Max Riemenschneider bereits eine sehr schön gelegene 2-Zimmer-Wohnung, in der er sich gemeinsam mit seiner Freundin einrichten wird. Dort in der Landeshauptstadt möchte er auch seine ersten beruflichen Schritte als Physiotherapeut machen. Voraussetzung dafür ist, dass er seine Abschlussprüfungen – die letzte wird Ende Juli sein – erfolgreich meistert. Wer Max kennt, der weiß, dass er das hinbekommen wird.

Was dort in Dresden nicht unbedingt auf seiner To-do-Liste steht, ist Volleyball spielen. Davon will er nach 10 Jahren Intensivbeschäftigung erst einmal Abstand gewinnen. Auch, weil ihm gerade in den letzten Jahren zunehmend der Spaß daran und ein wenig die Motivation dafür verloren gegangen sind. Die Gründe sucht der intelligente junge Mann aber nicht nur bei anderen. Sicherlich war es für ihn nicht einfach, wenn er immer wieder viel Kraft darauf verwandte, die Pläne unterschiedlicher Trainer umzusetzen, die ihn in dem einen Jahr als Außenangreifer, dann wieder als Mittelblocker oder später auch als Diagonalangreifer auszubilden suchten. In den Punktspielen jedoch vor allem den „Spezialisten“ ihr Vertrauen schenkten. Rückblickend sagt Max aber selbstkritisch, dass er vielleicht mehr hätte erreichen können, wenn er im Training noch intensiver gearbeitet und damit möglicherweise auch stärker auf sich aufmerksam gemacht hätte.

Aber er hat den Sport mehr als körperlichen Ausgleich gesehen, eher als Hobby. Und das korrespondierte dann eben nicht immer mit der Meinung der Trainer. Anfangs ist ihm das Umsetzen dessen, was andere von ihm gefordert haben, nicht schwergefallen. Er kam schon in der Sachsenliga zum Einsatz, als andere, mit denen er das Volleyballern erlernt hatte, noch unterklassig spielten. Damals erhielt er sogar die Einladung zu einem Sichtungstermin für die Jugendnationalmannschaft. Warum das alles dann eine andere Entwicklung nahm, weiß Max nicht genau zu sagen. An einen wirklichen Knackpunkt kann er sich nicht erinnern. „Vielleicht war es bei mir einfach so, dass mit den größer werdenden Erwartungen der jugendliche Leichtsinn, die Unbeschwertheit verlorengegangen ist, mit der man sich auch im Sport bestimmten Aufgaben stellen sollte.“ Möglicherweise trug dazu auch bei, dass Max schon mit 15 Jahren das Elternhaus verließ, viele Dinge neben dem Sport selbst organisierte, es sich quasi nicht leisten konnte, zu 100 % Volleyballer zu sein und alles dem Sport unterzuordnen.

Max hat es immer genossen, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Hier wäre er zwar nicht für seine Geselligkeit bekannt gewesen, sagt er, aber als „stiller Beobachter“ habe er sich eine sehr gute Menschenkenntnis angeeignet. Seine Freunde im Training zu treffen, darauf hat er sich gefreut. Ab und an philosophierten sie danach auch, ob es sich Bundesligisten, bei denen es immer wieder nur um den Klassenverbleib geht, überhaupt leisten könnten, auf den Nachwuchs zu setzen, zu experimentieren, statt auf die Erfahrung gestandener Spieler zu vertrauen. Am Ende, meint Max, braucht es beide Gruppen. Er habe immer dann von den „älteren“ profitiert, wenn diese ihre soziale Kompetenz teambildend eingesetzt hätten. Auf der anderen Seite aber bräuchten junge Spieler viele Einsatzzeiten. Davon hätte auch er sich in den letzten Spielzeiten mehr gewünscht. Die gesamte Situation ist sicherlich für jeden Trainer eine herausfordernde. Aber auch eine, die er kommunizierend, fachlich kompetent, pädagogisch geschult, vor allem aber – und davon ist Max fest überzeugt - mit großer Empathie meistern kann, und das unabhängig davon, ob er seine Arbeit im Nachwuchs-, im Breiten- oder Leistungssport verrichtet.

Mit Max Riemenschneider verlässt ein junger Mann die Leipziger Volleyballfamilie, dessen Begegnungen mit ihm oft bereichernd waren, der eine Kultur der Demut im Sinne des Sich-Zurücknehmens lebte, für sein Alter ungewöhnlich weitsichtig agierte und dem für seinen weiteren Lebensweg nur alles Gute zu wünschen ist. Danke, Max! (JZ)

Abschied nur von der großen Bühne

Abschied nur von der großen Bühne

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Einer der Eifrigsten, der Zuverlässigsten und Charakterstärksten unter den L.E.-Volleyballern muss künftig kleinere Brötchen backen. Sein Körper hat ihm deutlich signalisiert, dass ab sofort längere Regenerationsphasen nötig sein werden, wenn er auch künftig den Spagat zwischen Beruf, Sport und Familie schaffen will.
Der Abschied aus dem Bundesligateam fällt Philipp Görner schwer, das merkt man ihm an. Noch immer voller Leidenschaft – so, wie man ihn aus Training und Wettkampf kennt – erzählt er über die ereignisreichen acht Jahre, in denen er bislang für den Verein seine Volleyballschuhe geschnürt hat. Als Chemnitzer, wo er nach seiner Zeit als Fußballer ab 2006 das Volleyball-ABC erlernt hatte, kreuzte er in den Folgejahren so manche Klinge mit den Leipzigern. Als er 2012 arbeitsbedingt in die Messestadt zog, war klar, dass er als erstes bei den L.E. Volleys anfragen würde. Spielertypen wie Marvin Freese oder Rudi Klug, in Chemnitzer Zeiten so etwas wie sportliche Vorbilder, wurden nun in der 2. Mannschaft seine Mitspieler.
Seinen späteren Bundesligatrainer Christoph „Raschi“ Rascher lernte er Anfang 2015 kennen, als dieser die abstiegsbedrohte Regionalligamannschaft übernahm und zum Klassenerhalt führte. Damit begann eine besondere Spieler-Trainer-Beziehung, die bis zuletzt von gegenseitigem Vertrauen („Ich fresse Raschi aus der Hand“), einer großen Ehrlichkeit und hoher Wertschätzung füreinander geprägt war. Als der Trainer später erneut als Feuerwehrmann - dann allerdings in der ersten Mannschaft - gefragt war, warf er seinen Mittelblocker im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt ins kalte Bundesliga-Wasser und wusste oder hoffte zumindest, dass er sich auch in diesem Haifischbecken erfolgreich in Szene setzen würde. Das Ergebnis ist allseits bekannt.
Dieser 22. April 2017 steht heute fett gedruckt und dick unterstrichen im Buch der mittlerweile 11-jährigen Vereinsgeschichte. Leipzig brauchte einen 3-Punkte-Sieg gegen Freiburg, während Mitkonkurrent Dresden in Fellbach klar verlieren musste. Philipps Eltern waren an diesem Tag erstmals mit in der Halle, saßen neben ihrer hochschwangeren Schwiegertochter. Diese wiederum zeigte ihrem auf dem Spielfeld rackernden Gatten immer wieder die Spielstände aus Fellbach an. Nach fast 2 Stunden Kampf war Freiburg besiegt und Leipzig gerettet. Der sehr persönliche, hochemotionale Dank des Trainers nach dem Spiel blieb Philipp bis heute in Erinnerung, und das, obwohl er nur Stunden später – noch in der Nacht zum Sonntag – mit seinen eigenen Gefühlen kaum wusste wohin, hatte doch die kleine Familie mit Söhnchen Bruno Zuwachs erhalten.
Philipp blieb von nun an eine Konstante im Spiel der Bundesligatruppe und einer, der sich immer erst dann zufrieden zeigte, wenn alle alles gegeben hatten. Das hat ihn motiviert, im Training und in den Wettkämpfen. Von denen sieht er im Rückblick das Relegations-Heimspiel vor 900 Zuschauern gegen Waldgirmes und das heimische Derby im Drittligajahr gegen Delitzsch vor 800 Fans als sportliche und emotionale Höhepunkte. „Das Leipziger Publikum“, sagt er, „das war immer ein ganz besonderes.“ Und er weiß schon jetzt, dass er vermissen wird, dessen Zuneigung auf dem Spielfeld zu spüren. Künftig wird er gemeinsam mit Söhnchen Bruno Teil dieser phantastischen Fangemeinde sein.
Philipp würde gern im Verein eine neue Mannschaft finden, die auf seinen Erfahrungsschatz setzen möchte und der er auch mit weniger Training und damit längeren Erholungsphasen noch helfen kann. Damit ist das vereinsinterne Rennen um den verdienten Leistungsträger eröffnet, der noch immer frei nach Jürgen Klopp „die Lust aufs Gewinnen“ in sich spürt und dafür bereit ist, das eine oder andere Mal mehr zu geben, als eigentlich möglich scheint. Ein wahrer Sportsmann, eine Ausnahmeerscheinung. Danke für alles, Philipp! (JZ)

Leipziger Volleyballtalente ohne Saisonhöhepunkt

Leipziger Volleyballtalente ohne Saisonhöhepunkt

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Ligaspielbetrieb eingestellt, Trainingshallen geschlossen. Der Leistungs- und Breitensport wird dieser Tage auf eine harte Probe gestellt. So müssen sich auch die Mannschaften der L.E. Volleys in Geduld üben, bis sie wieder den Ball übers hohe Netz befördern können. Eine Gruppe an Sportlern trifft die aktuelle Situation jedoch besonders hart. Die Nachwuchs­mannschaften der L.E. Volleys standen kurz vor ihren Saisonhöhepunkten und wurden durch die Covid-19-Pandemie schonungslos ausgebremst. Im April/ Mai stehen traditionell die deutschen Meisterschaften bzw. ihre finalen Qualifikationsturniere an, bei denen sich die Leipziger Volleyballer gute Chancen auf Erfolg ausrechneten. Dass nach der Absage sämtlicher Wettkämpfe daraus nun in dieser Saison nichts mehr wird, trifft die jungen Volleyballer und ihre Trainer hart, da die Vorbereitungen auf nationale Titelkämpfe einer langen Vorlaufzeit bedürfen.

So begann etwa Nachwuchscoach Thomas Bauch bereits im Herbst 2018 damit, Talente im Bezirk Leipzig zu sichten, zu fördern und gemeinsam trainieren zu lassen. Darüber hinaus steckten die Nachwuchstrainer aller Altersklassen des Vereins regelmäßig die Köpfe zusammen, diskutierten über die Zusammenstellung der Trainingsgruppen und den Umfang der zusätzlichen individuellen Förderung der Talente. Dabei immer das große Ziel vor Augen – die Teilnahme an den deutschen Jugend­meister­schaften. Deren Absage sorgte unter den Nachwuchssportlern, Trainern und Ange­hörigen für traurige Gesichter. „Die meisten aus dem U20-Team kannten sich seit Jahren, hatten in verschiedensten Jahrgangsmannschaften schon einiges erlebt. Nach der erfolgreichen Qualifikation fühlten wir uns gut auf die deutsche Meisterschaft vorbereitet, hatten eine klare taktische Linie gefunden, viel am Aufschlag gearbeitet. Für einige meiner Mitspieler wäre es die erste „Deutsche“ gewesen, für andere die letzte Möglichkeit, die fantastische Atmosphäre einer solchen Veranstaltung zu erleben. Gerade diese Spieler waren am Boden zerstört, als sie hörten, dass ihnen diese Chance nun genommen worden war“, beschreibt Lorenz Deutloff, amtierender deutscher Beach-Meister U19 und in der abgebrochenen Hallensaison erstmals mit den L.E. Volleys als Bundesligaspieler auf Punktejagd, die Stimmung nach Absage des Saisonhöhepunktes.

Auch Christoph Rascher - Landesstützpunktleiter, Nachwuchskoordinator und Bundesligatrainer in Personalunion -  bedauert, dass die Jugendsaison 2019/20 „unvollendet“ bleiben wird: „Der männlichen Nachwuchsabteilung des Vereins stand wahrscheinlich ein beeindruckender Saisonabschluss bevor. Die U16 und U20 hatte sich bereits vor dem vorzeitigen Abbruch sämtlicher Volleyballwettbewerbe eindrucksvoll für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Die U14er sind amtierender Sachsenmeister und hatten sich berechtigterweise gute Chancen ausgerechnet, das DM-Ticket über eine erfolgreiche Regionalmeisterschaft lösen zu können. Auch unsere U18 wäre als Zweitplatzierter der Sachsenmeisterschaft im Duell mit den Thüringer Teams nicht chancenlos gewesen.“

Die L.E. Volleys waren Anfang März mit ihrem männlichen Nachwuchs drauf und dran, Gewaltiges zu schaffen. Ist es doch wahrlich keine Normalität, wenn sich ein Volleyballverein mit allen seinen männlichen Jahrgangsmannschaften für den jeweiligen Saisonhöhepunkt qualifiziert. Daraus wurde aus besagten Gründen jedoch leider nichts. Ein jeder, der bei solch einem Event selbst einmal aktiv dabei war, kann sicher bestätigen, was solche Wettkämpfe für prägende Ereignisse für junge Sportler darstellen und welche Motivation und Ehrgeiz man aus den dabei gemachten Erfahrungen ziehen kann. Sich mit den besten Mannschaften aus ganz Deutschland zu messen, trägt nicht nur zur sportlichen Leistungssteigerung bei, sondern dient ebenso der individuellen Herausbildung ihrer ganz eigenen Spielerpersönlichkeit – auf und neben dem Feld.

Das alles bleibt nun den jungen Volleyballern – zumindest in der Saison 2019/2020 - verwehrt. Vielleicht gelingt der Leipziger Talentschmiede in der kommenden Saison ein ähnlich starker Auftritt. Zu wünschen wäre es den Sportlern und ihren engagierten Übungsleitern. Der Verein hofft nun auf eine baldige Lockerung der beschlossenen Maßnahmen, sodass zumindest in kleineren Gruppen wieder gemeinsam trainiert werden kann. Schließlich geht es beim Volleyball nicht nur um Punkte, Sätze und Siege, sondern auch um das gemeinsame Verfolgen von Zielen, die Gemeinschaft und das Fair Play.