LVZ: L.E. Volleys ohne Probleme

LVZ: L.E. Volleys ohne Probleme

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Die L.E. Volleys haben die Pflichtaufgabe gegen das Volleyballinternat Frankfurt mit Bravour gelöst. Gegen den noch sieglosen Tabellenletzten gewann das Team von Trainer Christoph Rascher am späten Sonnabend mit 3:0 (25:18, 25:18, 25:22). Die etwas über 300 Zuschauer in der Sporthalle Brüderstraße sahen eine einseitige Partie, die bereits nach 1:19 Stunden Spielzeit beendet war.

„Ein souveräner Auftritt von meiner Mannschaft“, lobte Rascher. „Frankfurt hatte große Annahmeprobleme und konnte nur selten Druck ausüben.“ Einer der stärksten Leipziger war dabei Zuspieler Martin Burgart, der nach dem Match auch zum wertvollsten Spieler gewählt wurde.

Volleys-Kapitän Falk Köthen ist zufrieden: „Es war ein Pflichtsieg. Wir haben es konsequent runter gespielt und eigentlich nie daran zweifeln lassen, dass wir das Ding gewinnen. Tat uns als Mannschaft auch mal gut, so ein Spiel mal so klar zu gestalten.“

Nach dem achten Saisonsieg bleiben die Volleys auf Tabellenplatz zehn der 2. Bundesliga Süd. (...) Die nächste Aufgabe wird ungleich schwerer für die Rascher-Jungs: Am Sonnabend müssen sie gegen Spitzenreiter Mimmenhausen ran. (cdi)

Bild: Dirk Birnbaum

Heißer Start in eine heiße Saison

Heißer Start

Gestern starteten die L.E. Volleys in die heiße Phase der Vorbereitung auf die neue Saison. Nach ihrem kurzen Gastspiel in der 3. Liga schlagen die Jungs um das Trainerteam Rascher/ Zangrando ab Mitte September wieder in der 2. Volleyball Bundesliga Süd auf. Dort warten dann bekannte Mannschaften aus vergangenen Zweitligajahren wie Volleyball Grafing, SV Schwaig Volleyball oder Hammelburg Volleyball, aber auch Neulinge etwa der TuS Kriftel Volleyball oder TSV Mimmenhausen Volleyball. Mit den Heimspielen gegen den VC Gotha (3.10.) und GSVE Delitzsch e.V. (14.12.) können sich die Leipziger Volleyballfans auf zwei Ost-Derbys freuen.

Auf der faulen Haut lagen die Volleys den Sommer über nicht. Insofern gab es am Donnerstag keinen Kaltstart. „Wir haben uns zumindest einmal in der Woche in der Halle getroffen und am Ball trainiert“, so Cheftrainer Christoph Rascher. Und die, die sich dort noch nicht haben sehen lassen, waren in den letzten Monaten erfolgreich auf sandigem Boden unterwegs. Julius Karoos und Maxim Künitz werden in der kommenden Saison nicht zur Verfügung stehen. Der eine wird für ein Jahr sein Physikstudium an der Universität in Rom fortsetzen, der andere in Australien Land und Leute kennenlernen. Die übrigen Spieler der erfolgreichen Aufstiegssaison werden alle auch in der 2. Bundesliga wieder mit an Bord sein. Louis Brehme ergänzt das Team als Außenangreifer, Julien Werndl auf der Liberoposition. Noch ist aber die Kaderplanung nicht komplett abgeschlossen, noch gibt es einen Korridor für mögliche Neuverpflichtungen. Den Saisonauftakt vollzieht das Team am 14.9. beim Vorjahres-Siebten in Schwaig. Das erste Heimspiel steigt – für die L.E. Volleys eher ungewöhnlich – an einem Sonntagnachmittag (29.9., 15 Uhr), dann gegen die Wildcard-Inhaber aus  Freiburg.

Jeder Punkt zählt

Jeder Punkt zählt

Die Wochenendaufgaben des Aufsteigers können kaum schwieriger sein. Am Freitag empfangen die L.E. Volleys den noch ungeschlagenen Tabellendritten aus Friedrichshafen. Und nur einen Tag später wird der aktuelle Tabellenführer aus Unterhaching seine Visitenkarte in der „Brüderhölle“ abgeben. Beide Spiele, die die Leipziger jeweils als Außenseiter in Angriff nehmen werden, beginnen 19 Uhr. 

Die Auftaktsiege gegen Frankfurt und Kriftel wurden von den Friedrichshafener Youngstars ziemlich souverän eingefahren und sollten dazu beigetragen haben, dass sie sich mit großem Selbstvertrauen und fester Siegeszuversicht auf die Fahrt nach Sachsen machen werden. Auf bis zu 30 Trainingsstunden pro Woche kommt das jüngste Zweitligateam der Südstaffel. Dass das nicht ohne sichtbaren Leistungszuwachs bleibt, liegt auf der Hand. Ein weiterer Pluspunkt für das Team von Adrian Pfleghar, der schon 12 Jahre sehr erfolgreich bei den VolleyYoungStars am Bundesstützpunkt in Friedrichshafen arbeitet, ist, dass es im Sommer kaum Abgänge gegeben hat, die Mannschaft also eingespielt ist. Alle 4 Neuzugänge waren Wunschspieler des Trainers, die ihm in dieser Saison viele Wechseloptionen bieten, ohne dass das Leistungsniveau der Mannschaft zu sinken droht. 

Der Samstaggegner aus Unterhaching möchte in Leipzig sehr gern das „Triple“ perfekt machen. Nach Siegen über Kriftel (3:1) und Delitzsch (3:2) haben sich die AlpenVolleys fest vorgenommen, den 3. Aufsteiger in Folge zu schlagen. Der Tiebreak-Erfolg in der Delitzscher „Beckerschachtel“ am vergangenen Sonntag wird bei den Oberbayern definitiv zusätzliche Kräfte freigesetzt haben, gelang es ihnen doch aus fast aussichtsloser Situation (0:2-Satzrückstand) das Blatt gegen gewiss nicht als nervenanfällig geltende Gastgeber, die bis dahin einen Sahnetag erwischt hatten, doch noch zu wenden, um am Ende selber zu triumphieren. Das Team kann also kämpfen, brachial aufschlagen und verfügt auch über die spielerische Qualität, die es braucht, um momentan ganz oben in der Tabelle zu stehen. Bis zur Winterpause will man das Abstiegsgespenst verjagt haben. Ein Unterfangen, das nach dem Saisonstart sehr realistisch erscheint.

Auch die Leipziger kämpfen bekanntermaßen von Beginn an gegen den Abstieg. Nach dem „Nuller“ in Schwaig und dem „Dreier“ daheim gegen Freiburg folgte der Punktgewinn im Derby gegen Gotha. Was dieser wert ist, wird man erst am Saisonende wissen. Dass es auch zwei, bei einem optimalen Start ins Match auch drei Punkte hätten sein können, hallt beim Aufsteiger noch immer etwas nach. Die Fehler, die ein Spiel auf Augenhöhe zugunsten des Gegners haben kippen lassen, wurden in der Nachbetrachtung deutlich angesprochen, an deren Behebung im Training weiter gearbeitet. Wichtig war aber, erneut zu sehen, dass die Leipziger in dieser Saison mehr Qualität aufs Parkett bringen können als im Abstiegsjahr. Das wird ihnen Mut machen, auch die beiden schwierigen Aufgaben des kommenden Wochenendes zu meistern. Am Ende zählt auf dem Weg zum Klassenerhalt jeder Punkt. Und zu verlieren hat der Aufsteiger gegen die aktuelle Nr. 1 und Nr. 3 nun wahrlich nichts. (JZ)